Chris_Rockwell

Slam Revolution

Chris_Rockwell

Jahr:  2007
Länge:  30 Min. ARTE  / 42 Min. Lingua  / 53 Min.
Format:  Progressive DV

Die erste Film-Dokumentation, in der die Entstehung, Entwicklung und globale Verbreitung des Erfolgsformats „Poetry Slam“ konsequent beleuchtet wird.

Die neuartige Form der „Dichterschlacht“ entstand Mitte der 80er Jahre und revolutionierte die damalige „Open-Mic“- und „Poetry-Performance“ Szene nachhaltig. Aus einer simplen Idee wurde schnell ein begehrtes Format, und daraus eine weltumspannende Poesie-Bewegung, die heute unverzichtbarer Teil der Pop-Kultur ist.
Auf den Spuren des Poetry Slam reist SLAM REVOLUTION in die Geburtsstadt Chicago, und über New York City nach Berlin und Paris.
Anhand von bislang unveröffentlichtem Bildmaterial, und Interviews mit den Erfindern und Gestaltern der Bewegung, lässt Rolf S. Wolkenstein die Geburtsstunde des Poetry Slam wieder lebendig werden, und zeichnet die mehr als 20-jährige Geschichte informativ und unterhaltsam nach.
Zu Wort kommen Veteranen, Stars und Newcomer der internationalen Poetry Slam Szene: Marc Smith, Bob Holman, Taylor Mali, Wolf Hogekamp, Bas Böttcher, Gary Glazner, Aja Monet, Cin Salach, Marc-Uwe Kling, u.v.a..

American Voices-Aja Monet02
American Voices-Joel Chmara02

Zur Geschichte des Poetry Slam

Als der Bauarbeiter und Poet Marc Smith 1986 einige Kollegen einlud, Gedichte im legendären Chicagoer Jazz Club „Green Mill“ vorzutragen und vom Publikum bewerten zu lassen, konnte er nicht ahnen, dass er damit zum Wegbereiter einer weltweiten Bewegung werden wird.
Der Poetry Slam begann als kollektives poetisches Experiment. Verschiedenste literarische Stilarten existierten nebeneinander und absolute Meinungsfreiheit (wie man sie so in kaum einem anderen Medium findet) war garantiert. Schnell war klar, dass man nicht nur auf die Bühne ging, um einen Text vorzulesen. Es war die Mischung aus Dichtkunst, Darbietung und Selbstdarstellung, die dieses neue Format prägte. Vor allem aber die Tatsache, dass die Zuhörer zu Juroren wurden, wirkte sich immer stärker auf die Qualität der Texte und Performances aus.

Ende der 80er Jahre hörte der Performance-Poet Bob Holman davon und holte den Poetry Slam nach New York City. Dort etablierte er sich schnell im „Nuyorican Poets Café“ und später im „Bowery Poetry Club“. Die Metropole bot die geeignete Plattform, um Poetry Slam national bekannt zu machen. Bald gab es Veranstaltungen in allen größeren Städten der USA.

1993 suchten einige amerikanische Poeten in ihrer neuen Wahlheimat Berlin einen Ort, an dem sie sich wöchentlich zu Auftritten treffen konnten. Der Underground-Club „Ex & Pop“, damals Treffpunkt vieler Musiker und Filmemacher, bot die perfekte Bühne. Zusammen mit dem Poeten Wolf Hogekamp etablierten sie den ersten deutschen Poetry Slam. 1997 wurde schließlich der erste deutsche „National Slam“ ausgetragen, aus dem der junge Rap-Poet Bas Böttcher als Gewinner hervorging.
Heute gibt es weltweit mehrere hundert Poetry Slam Veranstaltungen pro Monat, überall auf der Welt. Die meisten davon in Amerika und Europa, aber auch in Afrika und Asien, und wie Marc Smith gern ergänzt: „Even at the South Pole!“

Credits:

Buch/Regie:  Rolf S. Wolkenstein
In Zusammenarbeit mit:   Ann Kathrin Weldy
Kamera:  RSW, Claudia Rauch
Ton:   Florian Fricke, Andre Logan, Hervé Michard
Schnitt:  RSW
Schnittassistenz:  Lydia Dykier
Musik:   Wasilios Ntuanoglu
Mit:  Marc Smith, Bob Holman, Taylor Mali, Wolf Hogekamp, Bas Böttcher, Gary Glazner,
Aja Monet, Cin Salach, Marc-Uwe Kling, Petra Anders, Pilote Le Hot, Xochil Schütz, u.v.a..
Produktion:  RSW/ ZDF
Redaktion:  Kathrin Brinkmann,  Sabine Bubeck-Paaz,
Premiere:  3. Oktober 2007
Erstausstrahlung auf ARTE :  3. Dezember 2007

Weitere Dokumentationen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *